Kenia, an der Ostküste Afrikas auf Höhe des Äquators gelegen, bietet auf einer Fläche von 500.000 km² eine große Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Landschaften mit den unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen. Die Facetten reichen von der feuchtheißen Küstenregion über trockene Savannen, Vulkanlandschaften und moorigfeuchtes Hochland bis zum schneebedeckten Mount Kenya (5.199 m). Im Norden des Landes gibt es sogar Wüstenregionen.

Seit der kenianische Anthropologe Richard Leaky in Koobi Fora am Ufer des Turkana-Sees Überreste des Urmenschen Homo habilis und später auch Beweise für den Homo erectus fand, gilt Kenia als "die Wiege der Menschheit". In seiner wechselhaften Geschichte war besonders die Küstenregion Kenias schon immer vielfältigen Einflüssen von außen ausgesetzt - von Abenteurern aus dem antiken Griechenland über Handelsreisende aus Indien und dem östlichen Asien bis zu den Persern und den Arabern, die den Portugiesen und später den Engländern die Kolonialmacht streitig machten.

Erst 1963 erlangte Kenia die Unabhängigkeit ("Uhuru") von der britischen Krone. Der erste Präsident der neuen Republik wurde Jomo Kenyatta. Die größten Aufgaben sind bis heute der Aufbau eines sozialen Netzes mit Schulsystem und Gesundheitsversorgung sowie die Stabilisierung der Wirtschaft. Neben dem wichtigsten Devisenbringer, dem Tourismus, ist der Export von Agrarprodukten wie Tee, Kaffee, Früchten, Gemüse, Blumen und Baumwolle eine wichtige Einnahmequelle für Kenia.

Unter den heute 23 Millionen Einwohnern Kenias gibt es an die 50 Stämme, die nach ihren Sprachen in vier Gruppen eingeteilt werden: Niloten, Bantus, Nilo-Hamiten und Hamiten. Die Umgangssprache in Kenia ist Kisuaheli, eine relativ junge Sprache, die sich aus einer Mischung von Bantu und Arabisch entwickelt hat. Daneben ist auch Englisch offizielle Landessprache.

Sowohl die einheimische Bevölkerung als auch der Tourismus konzentrieren sich - von einigen Ausnahmen abgesehen - an der ca. 640 km langen palmengesäumten Küste, an der sich weiße, feinsandige Strände mit bizarren Felsstränden und Mangrovenwäldern abwechseln. Der angenehm warme Indische Ozean lädt ein zum Schwimmen, Tauchen, Bootfahren und Hochseefischen.

Mit seinen über 40 Nationalparks und Wildreservaten, von denen jedes seine Eigenheiten hat, ist Kenia das klassische Safariland (übrigens bedeutet "Safari" wörtlich übersetzt nichts anderes als "Reisen"). Hier leben die verschiedenen Großwildarten - von Elefanten über Nashörner, Nilpferde, Krokodile, Löwen, Leoparden, Geparden, Büffel, Giraffen, Zebras, Antilopen und Gazellen bis hin zu einer unglaublichen Vielfalt von Vögeln gibt es alles zu sehen. Der Indische Ozean mit seinen Korallenriffen bietet eine bunte Unterwasserwelt mit hunderten von Arten von tropischen Fischen und Pflanzen.

Interessante Links:

www.magicalkenya.com (Kenya Tourist Board)

www.tourism.go.ke (Minsitry of Tourism)

www.kws.org (Kenya Wildlife Service)

www.kenya-information-guide.com

www.africaguide.com/country/kenya/index.htm